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40 Tage Schweigen, 120 Minuten Beben

  • Autorenbild: Ella
    Ella
  • 8. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn Lust zu Wurzeln wird und Kontrolle zum Geschenk.

Es gibt Begegnungen, die kein Protokoll brauchen. Keine Notizen, keine Wiederholung, keine schnelle Nummer. Nur ein stilles Verstehen. Ein Mann, der auf Lust verzichtet. 40 Tage. Ohne Druck. Ohne Ablenkung. Nur um sich mir ganz hinzugeben. Nicht dem Orgasmus, sondern der Reise dorthin. Die Hingabe an mich, als Frau, als Führende, als Anker.

Ich nenne ihn Mister X. Ein Mann, der viel gesehen hat. Unternehmer, Macher, Herr über viele. Jetzt in Pension, pflegt er seine Frau. Und doch... gibt es in ihm eine tiefe, brennende Flamme, die nicht versiegt. Er trägt Dominanz wie andere einen Maßanzug, unaufdringlich, aber präsent. Ich weiß, was er in seinem Leben geleistet hat, was er getragen hat und was ihn müde gemacht hat.

Vielleicht ist es genau diese Müdigkeit, die ihn zu mir führt. Die Art von Erschöpfung, die keine Tablette heilt. Sondern nur echte Nähe. Das Abgeben. Das Loslassen. Nicht an irgendeine, sondern an mich. Mit Respekt, mit Geschichte, mit unserer eigenen Art von Liebe, jenseits des Begriffs, jenseits des Alltags.

Ich weiß, er könnte jede haben. Ich weiß, er kennt viele in der Branche. Und ich weiß auch, dass das Handy bei mir keine Rolle spielt. Weil ich nicht verhandelbar bin. Weil ich nicht funktioniere wie eine App. Bei mir gibt es keine Einweg-Erotik. Keine iPhone-Dominanz. Kein Business-Class-Stöhnen mit Lounge-Charakter.


Heute war einer dieser Tage, die mich daran erinnern, warum ich tue, was ich tue. Eine Begegnung, die mich selbst tief berührt hat. Ein Mann, enthaltsam, klar, wach. Wartend. Auf mich. Auf unsere Zeit. Auf die Lust, die nicht sofort explodiert, sondern langsam vibriert. Zuerst in den Beinen, dann in der Brust, und dann – wenn ich es will – in seinem ganzen Körper.


Bondage. Ja. Aber nicht das harte, mechanische Spiel, das man auf Bildern sieht. Sondern das feine Spüren. Wie ich ihn fixiere. Wie ich seine Beine spreize. Wie ich seine Hoden straffe, mit Hingabe, nicht mit Gewalt. Wie ich ihn spüren lasse, dass er für diese Minuten mein ist. Ganz. Ohne Ablenkung. Ohne Ausweg.


Und dann? Vielleicht darf er kommen. Vielleicht nicht. Vielleicht schenke ich ihm nur das Zittern. Vielleicht das Beben. Vielleicht die Gnade der Kontrolle.

Zum Schluss – wie immer – der Moment der Fürsorge. Eine Rückenmassage. Eine Fußreflexbehandlung. Ein Zudecken. Cappuccino. Kuchen. Kein Smalltalk. Kein Ego. Nur ein Danke. Von ihm. Und von mir. 🫶

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